SVOLT IM SAARLAND

FRAGEN & ANTWORTEN

Fragen und Antworten rund um SVOLT und die beiden Bauprojekte in Überherrn und Heusweiler haben wir im Folgenden für Sie zusammengestellt. Ihre Frage ist nicht dabei oder Sie benötigen mehr Informationen? Dann zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns.

Alle Projektpartner setzen auf Transparenz und vollumfängliche Information. Alle zum derzeitigen Zeitpunkt verfügbaren Informationen sind auf dieser Website nachzulesen, für weitere Fragen stehen Ihnen die Projektpartner zur Verfügung. Allerdings befindet sich das Projekt in einem noch frühen Stadium, in dem weitere vertiefte Planungen notwendig sind und deshalb noch nicht alle Details feststehen.

Es sind diverse Informations- und Einbindungsmöglichkeiten für die Bürger und Bürgerinnen im Verfahrensverlauf vorgesehen. Informationen hierzu folgen.

SVOLT ist ein globales Hightech-Unternehmen, das hochwertige Lithium-Ionen-Batterien und Batteriesysteme für Elektrofahrzeuge sowie Energiespeichersysteme entwickelt und produziert. Der Zulieferer für Elektromobilität mit Hauptsitz in Jintan District, Changzhou, Provinz Jiangsu in China, hat seit 2019 eine Europa-Zentrale in Frankfurt und ist seit Oktober 2019 auf der europaweiten Suche nach einem Produktionsstandort für den europäischen Markt. SVOLT legt viel Wert auf nachhaltige Liefer- und Produktionsketten und zukunftsfähige Technologie. SVOLT strebt an, im Jahr 2025 drei bis vier Milliarden Euro Umsatz zu machen.

Im Februar 2021 hat SVOLT eine A-Finanzierungsrunde in Höhe von 450 Millionen Euro (rund 3,5 Milliarden Yuan) abgeschlossen. Die Finanzierungsrunde nutzt SVOLT für Forschung und Entwicklung neuer Technologien sowie die Erweiterung der Produktionskapazitäten. Insgesamt hat SVOLT seine angestrebte globale Produktionskapazität von ursprünglich 100 GWh auf 200 GWh installierte Kapazität bis 2025 erhöht.

SVOLT ist ein Schwesterunternehmen von Great Wall Motors (GWM) und gehört zur Baoding Great Wall Holding, die auch Anteilseigener von Great Wall Motors ist. GWM beschäftigt über 59.000 Mitarbeiter weltweit und erzielte 2016 einen Umsatz von rund 12,5 Milliarden Euro (98,62 Milliarden Yuan).

Weltweit plant SVOLT den Aufbau von 200 GWh Batteriezell-Produktionskapazitäten. Für China sind 20 GWh in Suining, 18 GWh in Jintan, 40 GWh in den Provinzen Hunan und Hubei sowie 20 GWh in Huzhou geplant sowie ein Batteriezell-Werk in Europa, das in seiner finalen Ausbaustufe eine Kapazität von 24 GWh erzielen soll. 90 GWh befinden sich derzeit noch in der Evaluierungsphase. Die europäische Produktion soll im Saarland entstehen. SVOLT plant aus heutiger Sicht eine Gesamtinvestition von bis zu zwei Milliarden Euro und bis zu 2.000 Arbeitsplätze im Saarland.

Auf der Suche nach einem passenden Standort prüfte SVOLT zwischen Oktober 2019 und September 2020 32 Standorte in ganz Europa in einem intensiven Auswahlprozess. Letztendlich fiel die Wahl auf das Saarland.

Als moderner Industrie-, Logistik- und Innovationsstandort bietet das Saarland SVOLT die Möglichkeit, hochqualifizierte Mitarbeiter zu akquirieren. Es zeichnet sich darüber hinaus durch eine zentrale Lage im Zentrum des europäischen Wirtschaftsraums, eine hervorragende Infrastruktur sowie ein florierendes Umfeld mit international erfolgreichen Unternehmen aus.

Umgesetzt wird das Großprojekt in enger Zusammenarbeit zwischen SVOLT, dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr (MWAEV) des Saarlandes und der Strukturholding Saar GmbH (SHS). Das saarländische Wirtschaftsministerium ist mit seinem Umsetzungskonzept aktiv in die Ansiedlungsgespräche gegangen und konnte SVOLT überzeugen. Die SHS wird von SVOLT mit der Errichtung und dem schlüsselfertigen Aufbau der beiden Fabriken beauftragt.

SVOLT plant Investitionen von bis zu zwei Milliarden Euro im Saarland und will damit an den beiden saarländischen Standorten bis zu 2.000 Arbeitsplätze schaffen. SVOLT kann damit auch ein Beitrag sein, die saarländische Automobilindustrie zu diversifizieren und das Saarland teilhaben zu lassen an industrieller Wertschöpfung im Bereich E-Mobilität.

Mit Sitz in Frankfurt am Main unterliegt die SVOLT Energy Technology (Europe) GmbH der deutschen Gewerbesteuerpflicht. Neben den Einnahmen aus der Gewerbesteuer wird die Region zudem von positiven sekundären Nachfrageeffekten sowie signifikanten Beschäftigungsmöglichkeiten profitieren. Bis zum Produktionsstart Ende 2023 sollen am Standort Überherren rund 400 Arbeitsplätze entstehen.

Bis zum Produktionsstart Mitte 2022 sollen am Standort Heusweiler rund 150 Arbeitsplätze entstehen.

SVOLT ist ein Global Player, der nachhaltige Produkte entwickelt und baut. Genauso sieht sich das Unternehmen in der Verantwortung, als langfristig fairer Partner für seine Kunden, Mitarbeiter und lokalen Stakeholder zu agieren. Mit Sitz in Frankfurt am Main unterliegt die SVOLT Energy Technology (Europe) GmbH der deutschen Gewerbesteuerpflicht. Durch die Ansiedlung von SVOLT werden auch die Gewerbesteuereinnahmen in den beiden Gemeinden steigen. Die Gewerbesteuer wird aufgeteilt zwischen Frankfurt a. Main, wo zurzeit die Europazentrale von SVOLT angesiedelt ist, sowie Heusweiler und Überherrn. Die Berechnung erfolgt für jeden Standort anteilig nach Lohnsummen.

Neben den Einnahmen aus der Gewerbesteuer wird die Region zudem von positiven, sekundären Nachfrageeffekte sowie signifikanten Beschäftigungsmöglichkeiten profitieren.

Das Großprojekt der Partner SVOLT, SHS und MWAEV gliedert sich in zwei Bauprojekte: Neben der hochmodernen Zellfabrik, die auf der unbebauten Fläche „Linslerfeld“ bei Überherrn entstehen soll, planen die Projektpartner die Realisierung einer Modul- und Pack-Fabrik im ftüheren „Laminate Park“ in unmittelbarer Nähe der Ortschaft Heusweiler. Während die Infrastruktur für die Zellfabrik neu gebaut wird (Greenfield-Projekt), soll für die Modul- und Pack-Fabrik die Infrastruktur einer bereits bestehenden, seit einiger Zeit leerstehenden Laminat-Fertigungsstätte genutzt werden (Brownfield-Projekt). Beide Gelände liegen rund 30 Kilometer voneinander entfernt.

Ausgewählt wurde das „Linslerfeld“ in Überherrn insbesondere im Hinblick auf die Flächengröße, die Verfügbarkeit, die infrastrukturelle Anbindung sowie die optimierte verkehrliche Situation mit einem direkten Anschluss an das überregionale Straßennetz.

Der Standort in Heusweiler hat neben der bestehenden, bereits industriell genutzten Infrastruktur und der Nähe zum Gelände der künftigen Zellfabrik in Überherrn, insbesondere durch die gute Verkehrsanbindung überzeugt. So ist der Standort direkt an die B268 und die A8 angebunden. Zudem besteht eine fußläufige Anbindung an den Saarbahnhaltepunkt „Eiweiler Nord“, der Mitarbeitenden wie Kunden eine bequeme Anreise auch ohne Auto ermöglichen wird.

Die geplante Zellfabrik soll zwischen Anfang 2021 und Mitte 2023 auf dem „Linslerfeld“, einer rund 840.000 m2 großen Freifläche nahe Überherrn entstehen.

Die Modul- und Pack-Fabrik wird ab Anfang 2021 auf einem 30 km entfernten Gelände, dem früheren „Laminate Park“ bei Heusweiler, realisiert. Es handelt sich dabei um eine bereits bestehende, ehemalige Laminat-Fertigungsstätte, die für die Modul- und Pack-Fertigung von SVOLT einem Retrofit unterzogen wird. Der Produktionsstart soll Mitte 2022 erfolgen.

Ein genauer Zeitplan wird derzeit erarbeitet: Die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung nach § 3 Abs. 1 BauGB wird nach derzeitigem Planungsstand im Frühjahr 2021 (um Mai) beginnen; die Offenlage nach § 4 Abs. 1 BauGB wird voraussichtlich im Spätsommer 2021 (um August) erfolgen.

Die SHS fungiert als Partner für die Planung und Realisierung des Vorhabens. Dieses besteht aus zwei Leistungsteilen: Dem Bau einer hochmodernen Zellfabrik als Greenfield-Projekt in Überherrn einerseits, sowie die Revitalisierung/Herrichtung einer ehemaligen Laminat-Fertigungsstätte in Heusweiler zur Modul- und Packfabrik als Brownfield-Entwicklung andererseits. Nach der Beauftragung durch SVOLT wird die SHS als Generalübernehmer das geplante Werk in Überherrn schlüsselfertig errichten und die Umsetzung der Retrofitting-Maßnahmen in Heusweiler koordinieren.  SVOLT als Kunde trägt dabei die Kosten für den schlüsselfertigen Bau.

Die einzelnen Dienstleistungen der SHS umfassen neben der Entwicklung und Erschließung der Ansiedlungsfläche sowie der Erstellung eines Bau- und Nutzungskonzeptes auch die Planung und den Bau des Werks, inkl. Projektmanagement während der Bauphase, ggf. die Vermietung und Bewirtschaftung von Hallen inkl. Facility Management sowie die Bereitstellung von Investitionen, zu deren Höhe zu diesem frühen Zeitpunkt noch keine Aussage getroffen werden kann.

Das Bundesland Saarland hat die SHS Strukturholding Saar 1997 gegründet, um mit einer privatwirtschaftlichen Organisation wichtige Beiträge zur Weiterentwicklung des Saarlandes als moderner Wirtschaftsstandort und die Schaffung und den Erhalt zukunftssicherer Arbeitsplätze leisten zu können. Die SHS verbindet, einmalig in Deutschland, Aufgaben der Wirtschaftsförderung mit Lösungen aus dem Immobilienmanagement. Kernbereiche der landeseigenen Unternehmensgruppe sind Standortmarketing, Wirtschaftsförderung sowie die private und gewerbliche Immobilienwirtschaft. Mit ihren Gesellschaften entwickelt sie komplexe öffentliche, industrielle und touristische Großprojekte.

Das zweistufige Bebauungsplanverfahren, welches eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und Träger öffentlicher Belange vorsieht, dient der Schaffung von Planungsrecht als Grundlage für den Bau des Vorhabens.

Stellungnahmen können von allen Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen des zweistufigen Bauleitplanverfahrens eingebracht werden, welches auch eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung vorsieht. Bürgerinnen und Bürgern haben dann einen rechtlichen Anspruch auf Prüfung und Bewertung ihres Einwandes. Im Rahmen des Verfahrens stehen den Bürgerinnen und Bürgern vielfältige Möglichkeiten zur Information und Beteiligung offen.

Alle im Rahmen der Bauleitplanung erstellten Gutachten, Ergebnisse sowie Auflagen werden öffentlich zugänglich sein. In den kommenden Wochen wird das offizielle Bauleitplanverfahren auf Basis der Beschlussfassungen zur Aufstellung eines Bebauungsplanes durch den Ortsrat, den Bauausschusses sowie den Gemeinderat von Überherrn starten. Ein konkreter Termin für den Beginn der Baumaßnahmen liegt noch nicht vor.

Das saarländische Wirtschaftsministerium und die SHS haben die Gespräche mit SVOLT hochrangig geführt und von Beginn an eng in der Landesregierung koordiniert.

Entlang der bestehenden Prüfungskriterien und Formverfahren werden alle in der Europäischen Union üblichen Förderungen durch SVOLT geprüft und in Anspruch genommen. Bundes- und Landesregierung haben sich bereit erklärt, die Ansiedlung von SVOLT als strukturpolitisches Projekt von landesweiter Bedeutung durch GRW-Fördermittel von bis zu 10 Prozent der Investitionssumme seitens SVOLT und darüber hinaus bei den notwendigen Bürgschaften zu unterstützen.

Sollte das Projekt frühzeitig, also vor dem Erwerb des Grundstücks durch SVOLT, scheitern, wird das Linslerfeld, wie durch die Gemeinde bereits vorbereitet, als gewerbliches Grundstück entwickelt und in Abstimmung mit der Gemeinde für eine alternative Unternehmensansiedlung vermarktet. Sobald der Grundstückserwerb durch SVOLT erfolgt ist, liegt das finanzielle Risiko beim Unternehmen.

SVOLT legt großen Wert auf Transparenz der Verfahren, Minimierung möglicher Belastungen und vor allem nachhaltige Produktionsprozesse sowie eine transparente Lieferkette bis hin zur Mine. So sind sowohl die Produktion als auch die Lieferkette nach internationalen Standards aufgesetzt und werden regelmäßig auditiert. SVOLT ist unter anderem das erste Unternehmen, dem es gelungen ist, eine Hochnickelzellchemie ohne Kobalt zu stabilisieren und zu industrieller Serienreife zu bringen. Auch beschäftigt SVOLT ein aktives Forschungs- und Entwicklungsteam, das an Festkörperbatterien arbeitet.

Darüber hinaus arbeitet SVOLT an nachhaltigen Konzepten und Lösungen für das Recycling von Batterien und Batteriesystemen. Ziel ist ein nachhaltiger, verantwortungsbewusster Umgang mit den natürlichen Ressourcen und die Gewährleistung eines geschlossenen Ressourcenkreislaufs.

Künftig werden etwa alle Produkte in der europäischen Fabrik mit 100 Prozent „grünem Strom“ produziert. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen an der Weiterentwicklung seiner Produktionstechnologien und -prozesse, um den Ressourcen- und Materialverbrauch stetig zu senken. Für den Transport zwischen den beiden saarländischen Standorten wird SVOLT prüfen, einen elektrischen, CO2-neutralen Transport zu etablieren.

Zudem arbeitet SVOLT an Lösungen, um den CO2–Footprint der Produktion kontinuierlich zu verkleinern. Dies bezieht sich nicht nur auf die Produktion, sondern auf die gesamte Lieferkette. Besonderes Augenmerk liegt hier auf der sozialverträglichen Auftragsvergabe an Rohmateriallieferanten sowie der Auswahl von europäischen Partnern für den Bedarf der europäischen Fabriken.

Die beiden SVOLT Fabriken im Saarland werden weltweit zu den modernsten und fortschrittlichsten ihrer Art zählen. Arbeitsrechtliche Vorgaben wie Arbeitssicherheit und Mitarbeiterschutz haben bereits in der Planungsphase höchste Priorität. Es ist SVOLT wichtig, dass sich die Mitarbeitenden am Standort nicht nur wohlfühlen, sondern sich für die Arbeit bei SVOLT begeistern. Deshalb wird sich SVOLT auch an alle marktüblichen, national und regional spezifischen Standards halten. Da sich die Aufstellung von SVOLT Europe noch in einer frühen Phase befindet, sind genauere Regularien noch in der Ausarbeitung. Genaue Informationen werden – sobald verfügbar – transparent zur Verfügung gestellt.

An beiden geplanten saarländischen Standorten ist die notwendige Infrastruktur bereits überwiegend vorhanden. Die SHS erarbeitet in den kommenden Wochen die konkreten Planungen.

In Überherrn soll der gesamte Verkehr über die B269 abgewickelt und somit eine Frequentierung der Ortslagen vermieden werden. Durch die Verwendung von Fertigteilkonstruktionen lassen sich der Bauprozess beschleunigen und Lärmemissionen reduzieren.

An beiden Standorten sind die Projektpartner in allen Bauphasen darum bemüht, die Störungen durch Bauverkehr oder -lärm so gering wie möglich zu halten. Auch prüfen die Projektpartner aktuell mögliche Optionen, die Zellfabrik an den ÖPNV anzubinden. Gleiches gilt für die Verkehrsführung rund um die geplante Fabrik in Heusweiler. Hier ist zu erwarten, dass anders als bei den bisherigen Nutzungen die Verkehrsanbindung des Geländes für den Transportverkehr nicht mehr durch die bewohnte Ortslage erfolgen wird.

Alle Projektpartner setzen auf Transparenz und vollumfängliche Information. Alle zum derzeitigen Zeitpunkt verfügbaren Informationen sind auf dieser Website nachzulesen, für weitere Fragen stehen Ihnen die Projektpartner zur Verfügung. Allerdings befindet sich das Projekt in einem noch frühen Stadium, in dem weitere vertiefte Planungen notwendig sind und deshalb noch nicht alle Details feststehen. Es sind diverse Informations- und Einbindungsmöglichkeiten für die Bürger und Bürgerinnen im Verfahrensverlauf vorgesehen. Informationen hierzu folgen.

Die Projektpartner werden stetig und transparent über den Verfahrensstand informieren. Dazu dient unter anderem diese Webseite. Im konkreten Verfahren erfolgen die notwendigen Beschlussfassungen zur Erlangung von Baurecht in den Gremien der Gemeinden Heusweiler und Überherrn.  Im Rahmen des formalen Bebauungsplanverfahrens sind vielfältige Möglichkeiten für eine frühzeitige Beteiligung der Anwohner vorgesehen. Alle Einwände im Rahmen des Verfahrens werden fachgerecht berücksichtigt und beantwortet. Informationen über die Planungs- und Baumaßnahmen zu den Projekten und Verfahren werden über eine entsprechende, im Aufbau befindliche Internetseite verfügbar sein. Hier wird auch die Möglichkeit einer digitalen Bürgerbeteiligung vorgesehen. Die Informationen werden nach Beschlussfassungen durch die Gemeinden verfügbar sein.

Bauvorhaben, die einer bauordnungsrechtlichen Genehmigung bedürfen, sehen diverse Informations- und Einbindungsmöglichkeiten für die Bürger und Bürgerinnen im Verfahrensverlauf vor. Der Rahmen wird durch das formale Bauleitplanverfahren gestellt und die SHS legt großen Wert darauf, bereits zum frühestmöglichen Zeitpunkt in den Austausch mit allen Interessengruppen zu gehen. So ist beispielsweise eine vorgezogene Bürgerbeteiligung vorgesehen, die den Bürgerinnen und Bürgern das Vorhaben bereits im Entwurfsstadium und vor dem Entwurfsbeschluss vorstellt.

Mit den Trägern öffentlicher Belange (TÖB) wird frühestmöglich ein Scoping-Termin abgestimmt und das Projekt vor Ort besprochen.

Dies wird vom Bauherrn, der SHS Strukturholding Saar GmbH (SHS), organisiert. Darüber hinaus wird die SHS auch eine Möglichkeit zum digitalen Austausch schaffen. In den kommenden Wochen wird hierfür eine Internetseite entwickelt, die umfangreich über die beiden Bauprojekte und die jeweiligen Verfahren informiert.

Momentan befindet sich die SHS noch in einer sehr frühen Planungsphase und wird daher Zeitpunkte für Informationsveranstaltungen erst im ersten Quartal 2021 nennen können.

Aktuell wird die Fläche „Linslerfeld” landwirtschaftlich genutzt. Die SHS wird auf Grundlage von §12 BauGB die Einleitung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans beantragen, um Planungs- und Baugenehmigungsrecht herzustellen. Hierfür werden gemeindliche Beschlüsse benötigt. Im Zuge der Bauleitplanung wird die Flächennutzungsplanung angepasst (aus landwirtschaftlicher Nutzfläche wird Gewerbegebiet).

Momentan befindet sich die SHS noch in einer sehr frühen Phase und erarbeitet Bedarfe, Rahmenbedingungen und grundlegende Planungen.

Mit der Gemeinde Heusweiler wurde die Aufstellung eines Bebauungsplans vereinbart. Auf Basis eines bereits erarbeiteten Vorentwurfes werden die konkreten Bedarfe von SVOLT in die Rahmenplanung eingebracht.

Die Strukturholding Saar GmbH hat diese Fläche bereits mit Blick auf eine Erschließung untersucht. Aufgrund der Ergebnisse musste eine Nutzung für die Neuansiedlung von SVOLT schnell ausgeschlossen werden. Aufgrund verkehrlicher Restriktionen und notwendiger aufwendiger ökologischer Maßnahmen stünden derzeit nur etwa 15 ha zur zeitnahen gewerblichen Erschließung zur Verfügung. Das bestehende Umspannwerk wird auch in Zukunft auf dieser Fläche erhalten bleiben müssen. Dieser Altbestand verhindert eine ganzheitliche Flächennutzung und führt zu räumlich getrennten Flächenzuschnitten, wobei das größte verfügbare Einzelgrundstück rund 9 ha misst. Darüber hinaus würde allein der Rückbau des Kraftwerkes Jahre dauern. Jahre, in denen sich das Zeitfenster für eine marktfähige Batteriezellfertigung in Deutschland vermutlich geschlossen hätte. SVOLT beabsichtigt, bereits im Jahr 2023 die neuen Hallen am Standort Überherrn zu beziehen und mit der Produktion von Batteriezellen im Saarland zu beginnen.

Die Projektpartner gehen davon aus, dass Corona keinen Einfluss auf Planungs- und Bauphase nehmen wird. Es wird auf Einhaltung der geltenden Sicherheits- und Hygienemaßnahmen geachtet.

Das Baugelände bei Überherrn ist Privateigentum und wird angekauft. Vorgespräche wurden bereits geführt, auch Voreinigungen gibt es schon. Investor ist SVOLT; die Landesregierung unterstützt bei der Abwicklung.

Für die Allgemeinheit bestehen zu keinem Zeitpunkt Sicherheitsrisiken. Auf der Baustelle bestellt die SHS als Bauherr entsprechend der BauStellV einen Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinatoren (SiGeKo). Dieser sorgt sowohl in der Planungs- als auch in den Bauphasen für die Baustellensicherheit. Das Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) stellt sicher, dass auch im laufenden Betrieb keine schädlichen Umwelteinwirkungen entstehen dürfen.

Das BauGB sieht im Rahmen des Bauleitplanverfahrens auch eine Umweltprüfung vor. In einem Umweltbericht werden etwaige Eingriffe in die Natur und Landschaft zunächst ermittelt und falls feststellbar, Eingriffs-, Vermeidungs- sowie Ausgleichsregelungen getroffen. Zum aktuellen Zeitpunkt ist nicht davon auszugehen, dass sich das Vorhaben in hohem Maße negativ auf Klima, Landschaft sowie Tierwelt auswirken wird. Das „Linslerfeld” befindet sich in einem ausgewiesenen Wasserschutzgebiet der Zone 3. Alle Bedingungen gemäß Schutzgebietsverordnung werden vollständig eingehalten, um sämtliche Gefährdungen des Bodens auszuschließen.

Etwaige Umwelteinwirkungen durch Licht, Gerüche und Schadstoffe werden im Genehmigungsverfahren nach BImSchG überprüft, analysiert und beurteilt. Zum aktuellen Planungsstand ist von einem emissionsfreien Werk auszugehen.

Die Messung sowie Beurteilung potenzieller Immissionen sind Gegenstand der beauftragten Gutachten. Hierbei werden Auswirkungen auf die schutzbedürftigen Nutzungen innerhalb und außerhalb des Plangebietes überprüft und gegebenenfalls Auflagen erlassen, die von SVOLT einzuhalten sind.

Zum aktuellen Planungsstand sind in der Maximalvariante folgende Gutachten vorgesehen: Verkehrslärmgutachten, Anlagenlärmgutachten, Klimagutachten, Lufthygiene (Verkehr/Anlagen), Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag, Biotoptypenkartierung, Grünordnungsplan, Umweltprüfung/Umweltbericht nach BauGB, FFH-Verträglichkeitsprüfung sowie Landschaftsbildanalyse. Frühestmöglich werden die Gutachten zum Zeitpunkt der Offenlage des Entwurfes des Bebauungsplans veröffentlicht. Das heißt, gesetzliche sowie umwelttechnische Anforderungen werden vollumfänglich Anwendung finden.

Etwaige Umwelteinwirkungen durch Licht, Gerüche und Schadstoffe werden im Genehmigungsverfahren nach BImSchG überprüft, analysiert und beurteilt. Zum aktuellen Planungsstand ist von einem emissionsfreien Werk auszugehen.

Mit einer Kapazität von 12 GWh wird derzeit von einem Energieverbrauch von 410 GWh/Jahr ausgegangen. Das entspricht rund 66 Prozent des ursprünglich angenommenen Energieverbrauchs. In der finalen Ausbaustufe mit einer Produktionskapazität von 24 GWh wird derzeit von einem Energieverbrauch von 810 GWh/Jahr ausgegangen (rund 80 Prozent des ursprünglich angenommenen Stromverbrauchs). Die endgültigen Verbrauchswerte werden im Rahmen des BImSchG-Verfahrens übermittelt. Versorgt werden wird die Batteriefabrik über die bereits vorhandene Freileitung sowie eine Umspannanlage, die im Zuge der Baumaßnahmen neu errichtet wird.

Aktuell zeichnet sich ab, dass der Wasserverbrauch der Batteriefabrik wesentlich geringer sein wird als zunächst angenommen: So wird bei einer Kapazität von 12 GWh von einem täglichen Wasserverbrauch von 1.600 m3 sowie einem Verbrauch von 2.770 m3/Tag in der finalen Ausbaustufe mit einer Kapazität von 24 GWh ausgegangen. Dies entspricht nur einem Viertel der ursprünglich angenommenen Wassermenge. Davon sind zudem rund 35 Prozent als Sicherheitsreserve vorgesehen. Damit reichen die Kapazitäten der Stadtwerke Überherrn nach derzeitigem Stand zur Versorgung aus. Hinzu kommt, dass ein großer Teil des oben genannten gesamten Wasserbedarfs über die Nutzung von Brauch- und Regenwasser abgedeckt werden kann.

Aktuell zeichnet sich ab, dass der Wasserverbrauch der Batteriefabrik wesentlich geringer sein wird als angenommen: So wird bei einer Kapazität von 12 GWh von einem täglichen Wasserverbrauch von 1.600 m3 sowie einem Verbrauch von 2.770 m3/Tag in der finalen Ausbaustufe mit einer Kapazität von 24 GWh ausgegangen. Dies entspricht nur einem Viertel der ursprünglich angenommenen Wassermenge. Davon sind zudem rund 35 Prozent als Sicherheitsreserve vorgesehen. Damit reichen die Kapazitäten der Stadtwerke Überherrn nach derzeitigem Stand zur Versorgung aus. Hinzu kommt, dass ein großer Teil des oben genannten gesamten Wasserbedarfs über die Nutzung von Brauch- und Regenwasser abgedeckt werden kann.

Um den Frischwasseranteil weiter zu reduzieren, plant SVOLT vielfältige Maßnahmen. So soll der Frischwasserverbrauch durch geschlossene Kreisläufe, optimierte Kühltechnik sowie den Einsatz von Brauch- und Regenwasser deutlich reduziert werden. Zum Beispiel soll gezielt Regenwasser gespeichert werden, um die Hydranten und WC-Spülungen auf dem Fabrikgelände zu versorgen. Darüber hinaus wird der Regenwasserspeicher zur Vorkühlung des Kühlwassers genutzt werden. Auch arbeitet SVOLT stetig an der Weiterentwicklung der Produktionstechnologien und -prozesse, um den Ressourcen- und Materialverbrauch zu senken. Dazu entwickelt SVOLT unter anderem sogenannte Trockenbeschichtungssysteme. Diese reduzieren den Einsatz von Lösungsmitteln sowie den Wasserverbrauch signifikant.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist davon auszugehen, dass es keine Produktionsabwässer aus der Fabrik geben wird. Dies wird erreicht, indem die Abwässer der Fabrik einer zentralen, werksinternen Kläranlage zugeführt werden. Somit wird das Kanalsystem nicht zusätzlich belastet; ein weiterer Ausbau ist nicht erforderlich.

Versorgt werden wird die Batteriefabrik über die bereits vorhandene Freileitung sowie eine Umspannanlage, die im Zuge der Baumaßnahmen neu errichtet wird. Die Produktionsstandorte mit grünem Strom zu betreiben, ist wesentlicher Bestandteil der Europastrategie von SVOLT.

Für die Batteriefabrik plant SVOLT daher, zu 100 Prozent „grünen Strom“ aus dem europäischen Zentralnetz zu beziehen. Ergänzend will SVOLT auf ein direktes Einspeisungskonzept setzen. Hierzu wird unter anderem eine Erweiterung der bereits existierenden Photovoltaik-Anlage auf dem Linslerfeld diskutiert. Darüber hinaus sollen auch Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern der Fabrikgebäude einen Beitrag dazu leisten, den Energiebedarf zu decken. Ausgegangen wird hier von einer geschätzten Gesamtanlagenleistung von 13 MWp (Megawatt Peak). Im Durchschnitt könnte SVOLT so jährlich rund 14,2 GWh Strom allein über die Dachanlage erzeugen. Für die Stromversorgung sieht SVOLT zudem den Einsatz von Energiespeicherlösungen vor.

Gegenstand der Detailplanung sind darüber hinaus Maßnahmen zur Kraft-Wärme-Kopplung und Wärmerückgewinnung aus der Abluft der Lüftungsanlagen sowie wärmeintensiven Produktionsprozessen.

SVOLT arbeitet bereits an entsprechenden Szenarien, die von SVOLT hergestellten Energiespeichersysteme und -lösungen an den beiden Standorten sinnvoll einsetzen können.

In beiden Gemeinden ist die notwendige Infrastruktur bereits überwiegend vorhanden. Derzeit werden die infrastrukturellen Planungen für die Zellfabrik vorangetrieben, wobei konkrete Planungen noch nicht vorliegen, da die SHS sich in einer sehr frühen Phase befindet. In Überherrn wird der gesamte Verkehr über die B269 abgewickelt und somit eine Frequentierung der Ortslagen vermieden. Durch die Verwendung von Fertigteilkonstruktionen lassen sich der Bauprozess beschleunigen und Lärmemissionen reduzieren.

An beiden Standorten sind die Projektpartner in allen Bauphasen darum bemüht, die Störungen durch Bauverkehr oder -lärm so gering wie möglich zu halten. Auch sind die Projektpartner bestrebt, die Zellfabrik an den ÖVPN anzubinden. Aktuell werden hier mögliche Optionen geprüft. Gleiches gilt für die Verkehrsführung rund um die geplante Fabrik in Heusweiler. Hier ist zu erwarten, dass anders als bei den bisherigen Nutzungen die verkehrliche Anbindung des Geländes für den Transportverkehr nicht mehr durch die bewohnte Ortslage erfolgen wird.

Im Zuge der Gesamtflächenentwicklung wird eine Umlegung der Landesstraße L168 nach Norden und südlich des Bahnwalls notwendig werden. Weiterhin wird eine alternative Trassierung der Landesstraße L279 geprüft. Hierzu sind Gutachten zum Verkehrsaufkommen im Rahmen der Bauleitplanung vorgesehen.

Im Zuge der Gesamtflächenentwicklung wird eine Umlegung der Landesstraße L168 nach Norden und südlich des Bahnwalls sowie eine alternative Trassierung der Landesstraße L279 notwendig. Die Neutrassierung der L279 wird in ein Verlandschaftungskonzept integriert. Die Belastungen von Friedrichweiler durch die Straße (aktuell rund 500 Pkw/Tag) werden damit abnehmen.

Ziel ist, dass sich das zukünftige Fabrikgelände bei Überherrn harmonisch und sinnvoll in die umgebenden Landschaftsräume einfügt. Hierzu wird im Zuge der Hochbauplanung ein landschaftsplanerisches Gesamtkonzept erstellt, welches auch eine zur Schallabsorption geeignete Begrünung von Abstandsflächen zu den Wohnbebauungen vorsieht. Dabei werden alle vorgeschriebenen Abstände eingehalten, die im Rahmen der Genehmigungsverfahren ermittelt werden. Als Sicht- und Lärmschutz zwischen Friedrichweiler und der Landesstraße L279 bzw. dem dahinterliegenden Fabrikgelände wird etwa geplant, eine zehn bis zwölf Hektar große begrünte Hügellandschaft nach Osten (Friedrichweiler) und Norden (Linslerhof) zu schaffen. Zusätzlich werden im Zuge einer Eingriffs-Ausgleichs-Bilanzierung Ausgleichsflächen entstehen.

Für beide Standorte wird derzeit ein Konzept für eine ÖPNV-Anbindung und einen Logistikverkehr erarbeitet, der so wenige Belastungen wie möglich auslöst. Der Standort Heusweiler ist fußläufig über den Saarbahnhaltepunkt „Eiweiler Nord“ erreichbar. Für die geplante Zellfabrik bei Überherrn wird aktuell die Schaffung einer direkten Werksanbindung mit Taktung auf die Schichtzeiten sowie eine Reaktivierung der Bisttalstrecke geprüft. Auch an das Radwegenetz soll die geplante Batteriefabrik angebunden werden. Im Zuge der Verlegung der Landstraße L168 wird ein neuer Radweg entstehen. Geprüft wird derzeit zudem die Schaffung eines Radwegs im Bereich der Landstraße L279 sowie einer Radbrücke über die B269. Um den Individualverkehr bestmöglich zu lenken, setzen die Projektpartner bei der Planung auf gegliederte Zu- und Ausfahrtbereiche. Die Zufahrt soll künftig aus Westen erfolgen, die Abfahrt über das östliche Fabrikgelände. Zudem werden zentrale Park- und Stellplätze auf dem Fabrikgelände geschaffen.

Um eine Frequentierung der Ortslagen zu vermeiden, soll vor allem der Schwerlastverkehr ausschließlich über die B269 erfolgen. Lkw-Warte- und -Abrufplätze sind nur auf dem Werksgelände vorgesehen. Für eine Produktionskapazität von 12 GWh geht SVOLT von rund 20 Lkw-Fahrten zwischen den beiden Standorten in Überherrn und Heusweiler aus. Das sind ein bis zwei Lkws pro Stunde. Für die Anlieferung der benötigten Materialien rechnet SVOLT für die Zellfabrik mit einem Lkw-Aufkommen von 36 Lkws pro Tag. Für den Standort Heusweiler ist zu erwarten, dass, anders als bei den bisherigen Nutzungen, die Verkehrsanbindung des Geländes für den Transportverkehr nicht mehr durch die bewohnte Ortslage erfolgen wird.

Zwischen der Fläche „Linslerfeld” und dem Romantikhotel Linslerhof besteht ausreichend räumliche Distanz sowie eine Trennung durch einen Bahnwall. Optische Beeinträchtigungen sowie Lärmstörungen sind somit nicht zu erwarten. Durch die Ansiedlung des globalen Unternehmens SVOLT wird eine zusätzliche Nachfrage an gastronomischen Angeboten sowie Übernachtungsmöglichkeiten in der Umgebung entstehen.

In Europa wird sich SVOLT schwerpunktmäßig auf die Entwicklung und Herstellung von Subsystemen wie Batteriezellen und Module sowie deren Steuerungssysteme fokussieren.

Zu den für die europäischen Kunden geplanten Lösungen gehören sowohl Batteriezellen und Module in verschiedenen Zellformaten und Kapazitäten als auch die Montage von Hochvoltspeicher-(Pack)-Lösungen.

Der Batterieproduktionsprozess in der geplanten Batteriefabrik bei Überherrn gliedert sich in mehrere Schritte:

  • Zunächst werden die benötigten Rohstoffe mittels verschiedener chemischer und mechanischer Verfahren zu sogenanntem aktiven Kathoden- bzw. Anodenmaterial verarbeitet. In mehreren aufeinanderfolgenden Verfahrensschritten (Mischen, Beschichten, Trocknen etc.) wird das Aktivmaterial dann innerhalb der Fabrik zu Kathoden- und Anodenfolie (Elektrodensheets) weiterverarbeitet. Dieser Abschnitt der Batteriezellproduktion ist derjenige, in dem die chemische Verfahrenstechnik angewandt wird.
  • Sind die Folien fertiggestellt, werden die einzelnen Batteriezellen zusammengesetzt. Dafür werden die Folien zugeschnitten, gewickelt (bei Rundzellen) oder gestapelt (bei prismatischen Zellformaten) und in das Zellgehäuse eingebracht. Anschließend werden die Zellen mit dem Elektrolyten befüllt, verschlossen, die ersten Male geladen und entladen sowie geprüft.

Im Anschluss werden die fertigen Batteriezellen in Batterieklassen sortiert und in Modulgehäuse verbaut, in denen diese durch Hochvoltanschlüsse miteinander verbunden werden. Montiert und mit einem Batterie-Management-System verknüpft bilden mehrere Batteriemodule ein Batteriepack (Hochvoltspeicher). Die Montage der Module und Hochvoltspeicher findet in der SVOLT Hochvoltspeicherfabrik in Heusweiler statt.

Im September 2019 hat SVOLT auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) erstmals eine Hochnickelbatteriezelle mit kobaltfreier Zellchemie vorgestellt. Die Nickel-Mangan-Batteriezelle (NMX) verzichtet vollständig auf das Schwermetall Kobalt, das sonst zur thermischen Stabilisierung von Hochnickelbatteriezellen eingesetzt wird. Damit ist SVOLT bislang das einzige Unternehmen am Markt, dem es gelungen ist, eine Hochnickelzellchemie ohne Kobalt zu einer massentauglichen industriellen Serienreife zu bringen.

Die neuartigen Batteriezellen bestehen zu 75 Prozent aus Nickel und 25 Prozent aus Mangan und werden über eigens entwickelte Doping- und Coating-Prozesse stabilisiert. So erzielt SVOLT eine Energiedichte, die mit der von NCM811-Batteriezellen vergleichbar ist. Gleichzeitig werden die Zellen durch den Verzicht auf Kobalt nachhaltiger, langlebiger und kostengünstiger.

Derzeit werden die NMX-Batteriezellen von SVOLT in Fahrzeugen einem Dauerlauftest unterzogen. Bereits Mitte 2021 wird die kobaltfreie NMX-Batterie des Hightech-Unternehmens in Fahrzeugen verbaut und den Kunden/Verbrauchern angeboten werden.

SVOLT arbeitet bereits heute an der Entwicklung umfassender Schutz- und Präventionskonzepte für die hochautomatisierte Zellfabrik sowie seiner Mitarbeiter. Aktiv in der Bauplanung mitberücksichtigt werden dabei unter anderem vollumfängliche Maßnahmen in den Bereichen Abwasser- und Emissionsschutz sowie Brandprävention.

Da in der Modul- und Pack-Fabrik nur Handhabung und Montageprozesse durchgeführt werden, ist abseits der Bauarbeiten und des Anlieferverkehrs nicht mit einer erhöhten Lärm- oder Geruchsentwicklung zu rechnen.

Neben dem Schutz der Umwelt ergreift SVOLT alle erforderlichen Maßnahmen zum Brandschutz. Da es sich bei der bestehenden Infrastruktur im früheren „Laminate Park“ um einen holzverarbeitenden Betrieb handelt, sind viele der erforderlichen Schutzmaßnahmen wie eine Infrastruktur für eine Werksfeuerwehr, Sprinkleranlagen in den Gebäuden und Vorrat-Tanks mit Löschwasser bereits verfügbar und werden nach ihrer Modernisierung auch von SVOLT genutzt werden. All diese Maßnahmen sind Teil eines Gesamtkonzeptes für die aktive Brandschutzprävention auf dem Gelände.

Geplant ist darüber hinaus, die Zell- sowie die Modul- und Pack-Fabrik zu 100 Prozent mit „grünem Strom“ zu versorgen. Für den Transport zwischen den Werken prüft SVOLT derzeit auch die Möglichkeit eines elektrischen, CO2-neutralen Lkw-Pendelverkehrs.

Die beiden Gelände im Saarland liegen rund 30 Kilometer voneinander entfernt. Hierfür wird SVOLT die Möglichkeit prüfen, einen elektrischen, CO2-neutralen Transport zwischen den Werken zu etablieren. Das Werk in Heusweiler wird nur noch von der westlichen Seite angefahren. Die südliche Zufahrt wird verkehrsberuhigt.

Für eine Produktionskapazität von 12 GWh geht SVOLT von rund 20 Lkw-Fahrten zwischen den beiden Standorten in Überherrn und Heusweiler aus. Das sind – je nach Schichtbetrieb – ein bis zwei Lkws pro Stunde. Für die Anlieferung der benötigten Materialien rechnet SVOLT für die Zellfabrik mit einem Lkw-Aufkommen von 36 Lkws pro Tag.

Die hochmoderne Zellfabrik wird schrittweise ausgebaut und soll in der ersten Phase eine installierte Produktionskapazität von 6 GWh erreichen, baulich werden 12 GWh vorgehalten. Entsprechend dem Kundenbedarf plant SVOLT die Produktionskapazität dann in weiteren Bauphasen jeweils um 6 GWh zu erweitern, sodass am Standort insgesamt 24 GWh industrialisiert werden können. Das entspricht Batterien für 300.000 bis 500.000 E-Fahrzeuge pro Jahr.

Mit der Batteriefabrik in der finalen Ausbaustufe sowie der Modul- und Pack-Fabrik wird SVOLT bis zu 2.000 Arbeitsplätze im Saarland schaffen. Die Zahl der Mitarbeiter wird mit den einzelnen Bauabschnitten wachsen. Für den ersten Werksanlauf werden circa 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter benötigt. Darüber hinaus ist es zu erwarten, dass sich neben SVOLT auch Zulieferer für das Unternehmen in der Region ansiedeln, sodass pro SVOLT Mitarbeiter weitere 0,5 bis 1,5 Mitarbeiter erwartet werden können. So könnten durch die Ansiedlung insgesamt bis zu 3.000 Arbeitsplätze entstehen.

Bis zum Produktionsstart Ende 2023 sollen am Standort „Linslerfeld“ rund 400 Arbeitsplätze entstehen.

Bis zum Produktionsstart Mitte 2022 sollen am Standort Heusweiler rund 150 Arbeitsplätze entstehen.

Der Produktionsbetrieb in der geplanten Hochvoltspeicherfabrik (Werk Heusweiler) von SVOLT ähnelt dem anderer in der Region ansässiger Automobilhersteller und Zulieferer. Für die Herstellung von Batteriemodulen und Hochvoltspeicher werden unter anderem Mitarbeitende mit Kompetenzen in den folgenden Bereichen benötigt: Montage, Prozessentwicklung, Zelltechnologie, Instandhaltung, Logistik sowie Administration (Einkauf, Finanzbuchhaltung, Personalwesen, Marketing, Vertrieb, IT, Absicherung und Test). In der Batteriezellfabrik (Werk Überherrn) werden zusätzlich Mitarbeitende in folgenden Bereichen benötigt: Elektrochemie, Zellauslegung, Produktionsplanung, Zellherstellung, Labor und Test.

An den beiden Standorten bei Heusweiler und Überherrn plant SVOLT zudem den Aufbau von Kompetenzclustern in den Bereichen Software, KI, Prozessautomation sowie Prozess-Engineering – mit dem daraus resultierenden Personalbedarf.

Aktuell sucht SVOLT nach den passenden Mitarbeitern für das Senior Management. Schon im 2. Quartal 2021 wird das Unternehmen beginnen, Prozessingenieure einzustellen. Der Bewerbungsprozess für Produktionsmitarbeiter wird voraussichtlich im 3. Quartal 2021 starten.

Die Zahl der Mitarbeiter wird mit den einzelnen Bauabschnitten wachsen. Geplant sind vier Industrialisierungsschritte mit jeweils 6 GWh – das entspricht Batterien für 75.000 bis 125.000 E-Fahrzeuge pro Jahr. Mit jeder Ausbaustufe steigt auch die Zahl der Beschäftigten entsprechend.

Angesichts des Fachkräftemangels in Deutschland und Europa ist es SVOLT ein wichtiges Anliegen, in Ausbildung und Qualifikation und damit in die Fachkräfte von Morgen zu investieren. Daher plant das Unternehmen ab Produktionsstart auch im Saarland auszubilden.

Die Voraussetzungen werden sehr stark von der jeweiligen Tätigkeit und der Rolle im Unternehmen abhängen. Was SVOLT dabei wichtig ist, ist den richtigen Menschen mit der für ihn oder sie passenden Rolle zusammenzubringen. Im kommenden Jahr wird SVOLT dazu mehr Details und Informationen veröffentlichen können. Derzeit befindet sich das Unternehmen noch in einer frühen Planungsphase.

SVOLT ist es wichtig, ein attraktiver Arbeitgeber für Mitarbeiter und potenzielle Bewerber zu sein. Dazu gehört eine ansprechende Arbeitsumgebung ebenso wie eine marktgerechte Bezahlung.