24-GWh-BATTERIEZELLENFABRIK VON SVOLT KOMMT NACH DEUTSCHLAND

Chinesisches Hightech-Unternehmen investiert bis zu zwei Milliarden Euro in zwei saarländische Produktionsstandorte

 

SVOLT Energy Technology Co., Ltd. (SVOLT), ein globales Hightech-Unternehmen mit Hauptsitz in China, das Lithium-Ionen-Batterien und Batteriesysteme für Elektrofahrzeuge sowie Energiespeichersysteme entwickelt und produziert, wird seinen auf der IAA 2019 angekündigten europäischen Produktionsstandort in Deutschland errichten. An zwei Standorten im Saarland werden eine hochmoderne Zellfabrik mit 24 GWh Produktionskapazität in der finalen Ausbaustufe sowie eine Modul- und Pack-Fabrik entstehen. Geplant ist eine Gesamtinvestition von bis zu zwei Milliarden Euro in Europa. Insgesamt will SVOLT bis zu 2.000 Arbeitsplätze schaffen. Produziert werden in Deutschland vorrangig Batteriezellen und Module sowie Hochvoltspeichersysteme (Packs).

Ein zuverlässiger Partner für die europäische Automobilindustrie

Als Spin-off des chinesischen Automobilherstellers Great Wall Motors kombiniert SVOLT systemisches Wissen im Bereich Batteriesysteme und -management mit einer weitreichenden Expertise im Bereich Fahrzeugintegration. SVOLT ist in der Lage, seinen Kunden maßgeschneiderte Lösungen auf Batteriezell-, Modul- und Hochvoltspeicher-(Pack)-Ebene sowie entsprechende Software anzubieten.

Durch die ganzheitliche Betrachtung von Fahrzeugarchitektur und Batteriesystem unterstützt SVOLT OEMs dabei, sicherere, hochfunktionale, langlebige und kostengünstige Produkte zu schaffen, bei denen auch die Bedürfnisse und Erwartungen der Endkunden im Mittelpunkt stehen. Zum umfangreichen One-stop-Produktportfolio des Unternehmens gehören hochwertige Batteriezellen und deren Zellchemie, Module und Hochvoltspeicher (Packs) ebenso wie Batteriemanagementsysteme (BMS) und Softwarelösungen.

Forschung und Innovation als Treiber für den Ausbau einer nachhaltigen Elektromobilität

Neben Lösungen, die den gängigen Marktstandards entsprechen, arbeitet SVOLT intensiv an der Entwicklung neuer und der kontinuierlichen Weiterentwicklung bestehender Technologien. Mit zwei großen R&D-Zentren in Baoding und Wuxi, China, und drei R&D-Hubs beschäftigt SVOLT derzeit rund die Hälfte seiner weltweit 3.000 Mitarbeiter allein im Bereich Forschung & Entwicklung (R&D) und meldete 2019 über 550 Patente an. So ist SVOLT unter anderem das erste Unternehmen, dem es gelungen ist, eine Hochnickelzellchemie ohne Kobalt zu massentauglicher industrieller Serienreife zu bringen. Außerdem beschäftigt SVOLT ein aktives Forschungs- und Entwicklungsteam, das an Festkörperbatterien arbeitet.

Die kobaltfreien Nickel-Mangan-Batteriezellen erzielen eine Energiedichte, die mit der von herkömmlichen Hochnickelzellen vergleichbar ist, sind aber durch den Verzicht auf Kobalt nachhaltiger, langlebiger und kostengünstiger. Bereits Mitte 2021 will das Hightech-Unternehmen die ersten kobaltfreien Hochnickelbatteriezellen in Fahrzeugen verbaut auf den Markt bringen. Zielsegment ist der Mittelklasse-Volumenmarkt.

Starke lokale Partnerschaften

Die Batteriezellfertigung mit geplantem Produktionsstart Ende 2023 wird nahe der saarländischen Ortschaft Überherrn entstehen. Sie wird in ihrer finalen Ausbaustufe 24 GWh Produktionskapazität erreichen, was Batterien für 300.000 bis 500.000 E-Autos pro Jahr entspricht. Die Modul- und Pack-Fabrik wird auf einem bereits industrialisierten Gelände bei Heusweiler realisiert, das für die Modul- und Pack-Fertigung einem Retrofit unterzogen wird. Hier soll die Produktion bereits Mitte 2022 anlaufen.

Umgesetzt wird das Großprojekt in enger Zusammenarbeit zwischen SVOLT, dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr (MWAEV) des Saarlandes und der Strukturholding Saar GmbH (SHS). Das saarländische Wirtschaftsministerium ist mit seinem Umsetzungskonzept aktiv in die Ansiedlungsgespräche gegangen und konnte SVOLT überzeugen. Die SHS wird von SVOLT mit der Errichtung und dem schlüsselfertigen Aufbau der beiden Fabriken beauftragt.

100 GWh Produktionskapazität bis 2025

Bis 2025 plant SVOLT den Aufbau von weltweit 100 GWh Batteriezell-Produktionskapazitäten. Vorgesehen sind neben dem Werk in Deutschland drei Werke in Asien-Pazifik mit einer installierten Gesamtkapazität von 76 GWh. Die erste der vier geplanten Zellfabriken eröffnete SVOLT im November 2019 im chinesischen Jintan. Darüber hinaus entstehen – abhängig vom Kundenbedarf –mehrere Modul- und Pack-Werke.
Erwartet werden Gesamtinvestitionen im Umfang von weltweit 8 Milliarden Euro; beschäftigt werden sollen rund 10.000 Mitarbeiter. Gleichzeitig arbeitet SVOLT weiterhin kontinuierlich am Ausbau seiner Kapazitäten im Bereich R&D.


Statements

Hongxin Yang, President & General Manager SVOLT Energy Technology: „Für SVOLT als globales Hightech-Unternehmen für Elektromobilität ist die europäische Automobilindustrie sowie der der wachsende Markt für erneuerbare Energien von großer strategischer Bedeutung. Das Saarland haben wir aus vielfältigen Gründen als unseren ersten europäischen Produktionsstandort für die Highend-Produkte von SVOLT ausgewählt: Es liegt nicht nur im Zentrum Europas, sondern repräsentiert für die Automobilindustrie eine Region für Innovation und Technik. Wir sind überzeugt, dass der Beginn der Partnerschaft mit dem Saarland ein bedeutender Schritt für die Entwicklung einer neuen, alternativen und nachhaltigen Energieindustrie sein wird und wir somit gemeinsam einen entscheidenden Beitrag für die Zukunft leisten werden.“

Kai-Uwe Wollenhaupt, President SVOLT Europe & Vice President SVOLT Energy Technology: „Als Hightech-Unternehmen wird sich SVOLT in Europa entsprechend der Marktgegebenheiten schwerpunktmäßig auf die Entwicklung von Subsystemen wie Batteriezellen, Modulen und Steuerungssystemen fokussieren. Dabei steht für uns bei allen damit verbundenen Aktivitäten ein nachhaltiger, verantwortungsbewusster Umgang mit den natürlichen Ressourcen im Mittelpunkt. Dazu arbeiten wir unter anderem am Aufbau einer transparenten Lieferkette sowie an der stetigen Verbesserung unserer Produktionstechnologien und Recyclingprozesse.“

Maxim Hantsch-Kramskoj, Vice President Sales & Marketing, SVOLT Europe: „Unsere Innovationskraft speist sich aus unserem tiefgreifenden systemischen Wissen im Bereich Batteriesysteme, das wir seit über acht Jahren entwickeln, sowie umfassendem Know-how im Bereich Fahrzeugintegration. Beides macht SVOLT zu einem idealen Partner für die Automobilindustrie, wenn es darum geht, Fahrzeugarchitektur und Batteriesystem ganzheitlich zu betrachten.“

Tobias Hans, Ministerpräsident des Saarlands: „Das Auto ist im Saarland eine der zentralen Stützen des Industriestandortes. Wir wollen beim Strukturwandel der Automobilbranche ganz vorne mitfahren und unser Bundesland zu einem Hot-Spot für Innovation in Europa weiterentwickeln, gerade in und für die Automobilbranche. Dabei haben wir einen entscheidenden Standort-Vorteil: Fachwissen und Infrastruktur. Für uns geht es darum, eine Führungsrolle bei der Entwicklung umweltverträglicher Fahrzeuge der Zukunft zu spielen. Wir setzen auf ein nachhaltiges und innovatives Mobilitätskonzept – so sichern wir Arbeitsplätze, die Attraktivität des Saarlandes als Lebens- und Arbeitsraum und sorgen dafür, unsere Spitzenposition als Auto-Land zu halten. Die Ansiedlung von SVOLT bringt uns diesem Ziel einen großen Schritt näher und ist deshalb ein riesiger Erfolg für das Saarland.“

Anke Rehlinger, Wirtschaftsministerin und stellv. Ministerpräsidentin des Saarlands: „Im Saarland soll das Auto von morgen gebaut werden. Die Ansiedlung von SVOLT ist ein Erfolg für die Ansiedlungs- und Industriestrategie des Saarlandes, ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Industrie und der Mobilität im Saarland. Die saarländische Mischung aus industriellem Know-how und qualifizierten Fachkräften sowie exzellenter Forschung und Innovationskraft vermag in der ganzen Welt zu überzeugen. Wir sorgen mit aktiver Industrie-, Struktur- und Arbeitsmarktpolitik dafür, dass der Strukturwandel ein Erfolg wird und gute Arbeitsplätze erhalten und neu geschaffen werden.“

Thomas Schuck, Geschäftsführer gwSaar Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Saar mbH und SHS Strukturholding Saar GmbH: „Die SHS ist der ideale Partner und Türöffner für internationale Investoren aller Branchen, wenn es um Aktivitäten auf dem deutschen Markt geht. Mit unserem umfassenden Dienstleistungsangebot werden ausländische Unternehmen wie SVOLT bei ihrer Ansiedlung rundum betreut: Von der ersten Standortberatung bis zur Entwicklung einer schlüsselfertigen Immobilie. Ich freue mich, dass sich der Wirtschaftsstandort Saarland im Wettbewerb mit über 30 Regionen aus ganz Europa durchgesetzt hat. Jahrzehntelange Industrieerfahrung, international erfolgreiche Unternehmen aus der Logistik- und IT-Branche, die direkte Grenznähe zu Frankreich sowie hochqualifizierte Mitarbeiter – damit punkten wir.“

DOWNLOADS

Pressemitteilung (*.docx)

Pressemitteilung (*.pdf)

Das vollständige Bildmaterial sowie Videos zur Pressemitteilung finden Sie zum Download in unserer Mediathek.

Ihre Ansprechpartner
Schwartz Public Relations
Katherina Riesner
Tel: +49 (0)89 211871 -74
Thomas Pfannkuch
Tel: +49 (0)89 211871 -41
E-Mail: svolt@schwartzpr.de
Web: https://schwartzpr.de